Entlaufen/Zugelaufen

Eine Horrorvorstellung für jeden Tierbesitzer: Der eigentlich gut abrufbare Hund hat sich im Freilauf erschrocken, die geliebte Wohnungskatze ist in einem unachtsamen Moment entwischt oder der eigentlich zuverlässige Freigänger ist von seinem Ausflug nicht heimgekehrt.

Was soll man nun tun?

Auch wenn innerlich ein Sturm tobt und man beinahe verzweifelt, heißt es Ruhe bewahren. Einmal tief durchatmen und los geht’s!

 

In den nachfolgenden Abschnitten geben wir Ihnen hilfreiche Tipps wie sie sich verhalten sollten, wenn Ihr Hund entlaufen ist, Ihre Katze nicht nach Hause gekommen ist oder sie ein Haustier gefunden haben oder sich ein Wildtier in Not befindet!

Was können Sie tun?

Hund im Freien

Hund entlaufen

Umkreissuche

Selbst gut erzogene Hunde machen bisweilen einen Ausflug auf eigene Faust. Gründe, dass ein Hund entläuft, gibt es leider einige.

Ist Ihr Hund bei einem Spaziergang in gewohnter Umgebung entlaufen, kann es sein, dass er vorausgelaufen ist und bereits daheim oder beim Auto auf Sie wartet. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit Zuhause oder bei Nachbarn anzurufen um dies abzuklären.

In unbekanntem Gebieten und auch in Wald und Au sollten Sie am besten eine Weile warten und zwar genau an der Stelle, wo Sie Ihren Hund zuletzt gesehen haben. Manch lauffreudiger Hund braucht ein paar Momente, bis er merkt, dass der Rest der Truppe fehlt. Die meisten Hunde kehren von selbst an den Ausgangspunkt zurück.

Idealerweise holen Sie sich Hilfe für die Suche, so kann eine Person vor Ort warten und die Zweite mit der Suche beginnen. Sollte dies nicht möglich sein, hinterlassen sie auf jeden Fall am Ort des Verschwindens einen für Ihren Hund vertraut riechenden Gegenstand (z. B. ein Kleidungsstück des Besitzers oder eine Decke) und wenn möglich auch Futter oder Leckerlies und Wasser. Im Zuge Ihrer Suche, sollten Sie diese Stelle regelmäßig aufsuchen.

Bei der Umkreissuche sollten Sie mit ruhiger Stimme nach Ihrem Hund rufen, lassen Sie Ihre Stimme nicht von Ihren Emotionen beeinflussen, um Ihren Hund nicht noch zu verschrecken.

Vermisstenmeldung

Ist Ihr Hund nicht nach kurzem Warten von selbst wiederaufgetaucht, sollten Sie den Verlust unbedingt in den umliegenden Tierheimen, beim nächsten Polizeiposten und eventuell in den naheliegenden Tierarztpraxen melden. Ist Ihr Hund im Wald oder Feld entlaufen, benachrichtigen Sie auch den zuständigen Jäger oder Förster.

Zettel aushängen

Ist Ihr Hund nach einigen Stunden immer noch nicht zurückgekehrt, sollten Sie nach Hause gehen und einen Suchzettel mit einem gut erkennbaren Foto Ihres Hundes anfertigen. Neben einem aktuellen Foto, sollte man auch Angaben über besondere Kennzeichen machen, darüber wann und wo der Hund verloren ging und wer (z.B. Polizei, Tierheim, Veterinäramt) zu verständigen ist.

Internet / Zeitungen / Radio

  • In Tages- und Wochenzeitungen z.B. Kronen Zeitung, Rundschau, OÖ Nachrichten, Tips,… ist es möglich, Anzeigen schalten zu lassen.
  • Manche Radiosender bieten ebenfalls einen gesucht – gefunden Service an, wie z.B. Radio Oberösterreich (Tel. 0732-666952).
  • Soziale Medien wie Facebook und Co weiten durch spezielle Gruppen die Suche teils erheblich aus. Teilen andere User den Eintrag, wächst das Einzugsgebiet im positiven Sinne dramatisch.

Weitere Suche

Bis Ihr Hund wiedergefunden wurde, empfiehlt es sich bei Tag bekannte Wege und beliebte Gassi-Plätze abzusuchen und Ihren Hund zu rufen. Es kann sich zudem lohnen, „befreundete“ Hunde bei der Suche mitzunehmen, vielleicht sind diese ein Anreiz zurück zu kommen. Das Ansprechen von Spaziergängern, Anwohnern und Radfahrern mit der Bitte um Rückmeldung bei einer potenziellen Sichtung kann den Sucherfolg zudem deutlich erhöhen.

Tipp für Rüdenbesitzer:

Fragen Sie bei der Suche andere Hundebesitzer ob es in der Nachbarschaft aktuell läufige Hündinnen gibt – vielleicht hält sich Ihr Rüde in deren Nähe auf!

Gefunden – aber Einfangen unmöglich?

Leider lassen sich nicht alle entlaufenen Hunde problemlos wieder einfangen, nachdem sie gesichtet wurden. Sollte Ihr Hund immer wieder an einem bestimmten Punkt gesichtet werden, aber er lässt sich nicht einfangen, nehmen Sie mit dem nächsten Tierheim in Ihrer Nähe Kontakt auf. Viele Tierheime haben auch große Lebendfallen vor Ort, die man sich in solchen Fällen ausleihen kann!

Vorsorge

Freilauf sollten Sie Ihrem Hund nur gewähren, wenn er eine solide Grunderziehung und eine gute Bindung zu Ihnen aufgebaut hat.

Gerade wenn der Hund erst vor kurzem übernommen wurde, sollten Sie ihn anfangs nicht ableinen. Bei den Spaziergängen können Sie Ihrem Hund mit einer Schleppleine ausreichend Bewegungsfreiraum verschaffen und gleichzeitig mit Schleppleinen-Training gezielt an der Kontrolle eines eventuellen Jagdtriebs arbeiten. Für den Freilauf sollte der Hund auf jeden Fall ein Grundkommando für sicheres Herankommen sowie ein Stopp-Kommando wie „Halt“ oder „Platz“ sicher beherrschen um ihn auch in eventuell gefährlichen Situationen lenken zu können!

Katze entlaufen

Umkreissuche

Als aller Erstes sind natürlich die Suche in der direkten Nachbarschaft und die Information der Nachbarn das Wichtigste. Wenn der Stubentiger gerade erst weggelaufen ist, kann das Rascheln mit dem gewohnten Futter oder einem Lieblingsleckerlie oder dem Futternapf vielleicht helfen. Ein reines Umherlaufen und den Namen Rufen ist meist weniger erfolgreich, als das Locken mit einem bekannten Geräusch, auf das die Katze positiv konditioniert ist (zB das Klackern der Leckerliedose beim Öffnen) und da Katzen deutlich besser hören als Menschen, nehmen sie dies auch auf eine deutlich größere Distanz wahr.

 

Nun heißt es sich in Ihre Katze hineinzuversetzen: Die Neugier oder Angst Ihrer Katze macht sie in solchen Situationen etwas berechenbar. Die Wahrscheinlichkeit die Katze einfach auf der Straße laufend zu finden ist eher gering.

 

Es gibt zwei Möglichkeiten wie sich Wohnungskatzen draußen verhalten: Entweder reagieren sie Panisch oder sie sind neugierig und wollen ihre Umgebung erkunden. Ängstliche Katzen werden sich ein Versteck suchen, weshalb man zuerst unter sich in der Nähe befindlichen Autos und unter Büschen, sowie in verwinkelten Ecken nachsehen sollte. Anfangs sollte der Suchradius nicht allzu groß sein.

 

Erkundungsfreudige Katzen und Freigänger laufen eher Gefahr irgendwo eingesperrt zu werden. Daher ist es ratsam, vor allem in Kellern, Garagen oder Schuppen in der Umgebung nachzusehen und ihre Nachbarn zu bitten ihre Räume ebenfalls zu kontrollieren.

 

Auch wenn die erste Suche nicht erfolgreich war, ist es sinnvoll diese später zu wiederholen. Vielleicht ist ihr Kätzchen wieder in die Nähe gekommen oder konnte sich befreien.

 

Es lohnt sich auch die Suche eher abends, wenn es draußen leiser und dunkel ist durchzuführen. Zum Einen sieht man mit einer Taschenlampe die Augen der Katze reflektieren, zum Anderen hat man eventuell die Chance, das Miauen der eingesperrten Samtpfote wahrzunehmen.

 

Wenn die Suche nun leider nicht erfolgreich war und auch die Nachbarn nichts beobachten konnten, heißt es nun, die nächsten Schritte einzuleiten.

Meldung

Sie sollten unbedingt das für ihre Region zuständige Tierheim, umliegende Tierärzte und auch die Tierrettung informieren.

Zettel aushängen

Durch die Verbreitung von Steckbriefen hat man die Möglichkeit, möglichst viele Menschen auf den Verlust seines Lieblings aufmerksam zu machen. Denn je mehr Augen Ausschau nach ihrem Kätzchen halten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es schnell wieder aufgegriffen wird.


Ein Steckbrief sollte aus einem möglichst guten Bild der Katze, Alter, Geschlecht und Kastrationsstatus, dem Datum des Verschwindens und der Telefonnummer des Halters bestehen. Der Text sollte möglichst kurz und präzise alle weiteren wichtigen Merkmale des Tieres enthalten. Wichtige Merkmale sind zum Beispiel der Name, ob die Katze darauf hört und Merkmale, die man auf einem Bild schlecht oder gar nicht erkennen kann. Das kann beispielsweise eine besondere Eigenart beim Laufen oder in der Haltung sein. Vergessen sollten Sie natürlich auch nicht, ob das Tier ein Halsband, eine Tätowierung oder einen Chip trägt.

 

Die Steckbriefe sollten Sie in umliegenden Supermärkten, am Schwarzen Brett der Gemeinde, an Laternenmasten oder Bäumen in der Nachbarschaft sowie im Tierheim, bei Tierärzten und Tierpensionen aufhängen.

Zur weiteren Verbreitung können Sie die Suchanzeige auch im Internet veröffentlichen.

Internet / Zeitungen / Radio

  • In Tages- und Wochenzeitungen z.B. Kronen Zeitung, Rundschau, OÖ Nachrichten, Tips,… ist es möglich, Anzeigen schalten zu lassen.
  • Manche Radiosender bieten ebenfalls einen gesucht – gefunden Service an, wie z.B. Radio Oberösterreich (Tel. 0732-666952).
  • Soziale Medien wie Facebook und Co weiten durch spezielle Gruppen die Suche teils erheblich aus. Teilen andere User den Eintrag, wächst das Einzugsgebiet im positiven Sinne dramatisch.

Die weitere Suche

Nachdem Sie nun Plakate aufgehängt haben und alle Stellen über den Verlust Ihrer Katze informiert haben, sollten Sie weiterhin die Umkreissuche nicht aufgeben. Sie können auf der Seite: https://www.tierschutzportal.ooe.gv.at/ alle Fundtiere aus dem Raum Oberösterreich täglich im Auge behalten.

 

Sinnvoll ist es auch, stark riechendes Futter und Wasser an mehreren Stellen in der Nähe Ihrer Haus- oder Terrassentür aufzustellen. Auch ein Körbchen mit dem gewohnten Geruch der Katze ist ratsam. Wenn immer wieder Futter fehlt, kann dies ein Indiz dafür sein, dass Ihre Katze noch in der Nähe ist. Sie könnten, um sicher zu gehen eine Wildkamera in der Nähe der Futterstellen aufstellen.

Die meisten Katzen kommen nach kurzer Zeit zum Glück wieder nach Hause oder werden gefunden. Ansonsten kann man nur empfehlen, trotzdem die Hoffnung nicht zu verlieren!

Umzug als Gefahrenquelle

Wenn Sie in letzter Zeit umgezogen sind, kann es sein, dass sich Ihre Katze auf den Weg zurück in ihr altes Revier gemacht hat, weshalb Sie unbedingt auch im Umfeld des ehemaligen Wohnsitzes nach Ihrer Katze Ausschau halten sollten und unbedingt auch dort Suchanzeigen aufhängen sollten! Bei einem Umzug ist es sowieso sehr wichtig, die Katze die ersten Wochen im neuen Zuhause nicht nach draußen zu lassen.

 

Auf keinen Fall dürfen die Hoffnung aufgeben! Immer wieder erleben wir, dass Katzen nach Monaten oder sogar Jahren wieder zu ihren Familien zurückgekommen sind.

Gefunden – aber Einfangen unmöglich?

Leider lassen sich nicht alle entlaufenen Katzen problemlos wieder einfangen, nachdem sie wiedergefunden wurden. Viele Katzen verhalten sich in Stresssituationen und in ungewohnter Umgebung anders, als man es gewohnt ist. Oft erkennen sie in solchen Momenten ihre eigentlich geliebten Menschen nicht und Sie müssen damit rechnen, dass sie Sie vielleicht anfaucht, kratzt oder beißt oder sich vor Panik gar nicht angreifen oder hochheben lässt. Empfehlenswert ist es daher, bei der Katzensuche immer einen Transportbehälter mit dabei zu haben, in den Sie Ihren Liebling setzen können. Sollte man sich Ihrer Katze gar nicht nähern können, können sie sich bei einem Tierschutzverein oder im Tierheim eine Lebendfalle ausleihen.

Sollten Sie mehrere Katzen halten und eine Ihrer Katzen ist länger von Zuhause entlaufen, bedenken Sie bitte, dass diese nun anders riecht als vorher, deshalb muss die Vergesellschaftung der Katzen stattfinden, als würden Sie eine neue Katze adoptieren. Sie müssen den Katzen Zeit lassen, sich wieder aneinander zu gewöhnen, dies kann durchaus auch ein paar Wochen dauern.

Vorsorge

Vorsorge ist ja bekanntlich besser als Nachsorge, weswegen wir empfehlen jede Katze chipen zu lassen. Auch wenn man sich oft nicht vorstellen kann, dass die Möglichkeit besteht, dass die Katzen entlaufen könnte. Mit einem Chip kann Ihre Katze für ihr restliches Leben eindeutig und zweifelsfrei identifiziert werden und die Implantation durch den Tierarzt ist nicht allzu teuer. Wichtig hierbei ist jedoch auch, dass der Chip nicht nur implantiert wird, sondern unbedingt in einer Datenbank (zB.: https://www.petcard.at/, https://www.animaldata.com/, https://www.tasso.net/) eingetragen wird und diese Daten (Wohnortwechsel, Änderung der Telefonnummer) immer aktuell gehalten werden! Diese Maßnahme ist auch für reine „Stubentiger“ sinnvoll, denn es kann trotz aller Vorsichtsmaßnahmen (z.B. Katzenschutzgitter) vorkommen, dass auch mal eine Wohnungskatze ins Freie entwischt.

Nicht empfehlenswert als Absicherung sind Halsbänder, ob nun mit oder ohne Adressanhänger, da sich diese immer wieder als Gefahrenquelle für die Samtpfoten herausgestellt haben. Sofern Sie nicht auf die Möglichkeit eines Halsbandes verzichten wollen, können wir Ihnen an Herz legen dich über das „happyCat* Katzenhalsband – Das sichere Katzenhalsband aus Papier“ zu informieren. Weitere Infos hierzu finden sie unter: https://www.happycat.tips/

Starrende Katze

Nicht vergessen!

Wenn Sie Ihr Tier wiedergefunden haben, vergessen Sie bitte nicht die Stellen, die Sie auch über den Verlust informiert haben zu verständigen und geben Sie „Entwarnung“, dass es wieder bei Ihnen ist. Denken Sie auch daran, die Aushänge wieder zu entfernen, sowie Tierärzte, Tierheime und sonstige Einrichtungen entsprechend zu informieren.

Ringo

Haustier gefunden

Haustier in Not?

Nicht jedes Haustier, das man ohne Besitzer antrifft ist in Not.

Vor allem Freigängerkatzen unternehmen oft ausgiebige Streifzüge durch ihre Umgebung, wodurch es bei diesen oft schwierig ist, auszumachen ob Hilfe nötig ist oder nicht. Aufgrund der Verletzungsgefahr die von Halsbändern ausgeht, tragen viele Freigänger kein offensichtliches Erkennungsmerkmal, dass sie ein Zuhause haben, an sich. Sieht die Katze wohlgenährt und gesund aus und macht keinen verunsicherten Eindruck, sollte man sich in der Nachbarschaft erkundigen ob das Tier dort bekannt ist, bevor man die Katze unnötig dem Transportstress aussetzt.

 

Sichere Anzeichen dafür, dass das Tier auf Hilfe angewiesen sein könnte, wären…

  • Verletzungen oder blutende Wunden.
  • offensichtliche Krankheiten, wie zB tränende oder eitrige Augen.
  • starken Parasitenbefall.
  • dass das Tier desorientiert oder apathisch ist.
  • dass das Tier an einem gefährlichen Ort (z.B. am Fahrbahnrand) liegt.
  • dass es sich um ein herumirrendes Jungtier handelt.

Hilfe leisten

Sollten Sie zu dem Entschluss kommen, dass das von Ihnen gefunden Tier Hilfe benötigt, können sie ihm Wasser anbieten. Bei Futter sollte man immer bedenken, dass das Tier Krankheiten haben könnte, sodass nicht jede Futtersorte geeignet ist. Denken Sie bei der Bergung eines Tieres immer an ihre Eigensicherung.

 

Achten sie beim Transport darauf, das Tier ausreichend warm zu halten, es jedoch nicht zu überhitzen. Transportieren Sie Ihren Findling niemals ungesichert im Auto. Sollte Ihnen selbst kein Transport möglich sein, können Sie die Tierrettung oder Feuerwehr zur Hilfe holen.

 

Vor dem Transport ins nächste Tierheim ist ein Anruf vor Ort empfehlenswert. Viele Tiere sind oftmals schon von ihrem Haltern als vermisst gemeldet und eine schnelle Rückführung an den Besitzer ist daher möglich.

 

Im Tierheim oder beim nächstgelegenen Tierarzt sollte bei jedem Fundtier als Erstes mithilfe des Lesegerätes überprüft werden ob es mit einem Mikrochip gekennzeichnet ist. Dadurch wird, sofern der Chip auch registriert ist, die Rückführung an den Besitzer deutlich erleichtert.

 

Sollten sie ein verletztes Tier gefunden haben, bringen sie dieses in den Nachtstunden sowie am Wochenende bitte direkt in die nächste Tierklinik oder zum notdiensthabenden Tierarzt, da unsere Tierarztordination zu diesen Zeiten nicht besetzt ist.

Fundtiere sind meldepflichtig

Wenn Sie ein Haustier gefunden haben oder Ihnen dies bei Ihnen zuhause zugelaufen ist und Sie dieses nicht in das nächstgelegen Tierheim bringen, vergessen Sie nicht darauf dies behördlich zu melden (Tierheim, Tierarzt, Polizei, Bezirkshauptmannschaft) – ansonsten würden Sie sich wegen Unterschlagung strafbar machen!

Wildtier in Not?

Nicht immer Hilfe nötig

Nicht jedes Wildtier das man findet ist auf menschliche Hilfe angewiesen.

Anzeichen dafür, dass das Tier auf Hilfe angewiesen sein könnte, wären…

  • dass das Tier fluchtunfähig ist, verwirrt wirkt oder apathisch ist.
  • dass es sich um ein sehr junges Tier handelt, dass von der Mutter längerfristig zurückgelassen wurden (Besonderheit: Feldhasen – hier kommt das Muttertier meist nur 2 mal am Tag um die Jungtiere zu säugen).
  • dass das Tier an einem gefährlichen Ort (z.B. am Fahrbahnrand) liegt.
  • dass ein eigentlich nachtaktives Tier, tagsüber unterwegs ist, wie z.B. Igel oder Eulen.
  • Verletzungen, blutende Wunden oder offensichtliche Krankheiten.

Sollten ein oder mehrere Punkte auf das von Ihnen gefundene Wildtier zutreffen, braucht es vermutlich menschliche Hilfe!

 

Wenn es sich um ein Jungtier handelt, sollte aus großem Abstand beobachtet und abgewartet werden, ob das Elterntier das Junge abholt bzw versorgt. Berühren Sie junge Säugetiere nicht, da die Elterntiere oft empfindlich auf den fremden Geruch reagieren.

 

Jungvögel sind Nestflüchter und werden, auch nachdem sie das Nest bereits verlassen haben, noch von den Eltern weiter versorgt werden. Man sollte daher mit Abstand beobachten ob die Altvögel die Jungtiere weiterhin füttern. Sollte keine große Gefahr für die Jungvögel bestehen (Katzen/Hunde/stark befahrene Straße), sollte man diese vor Ort belassen.

 

Hilfe leisten

Sollten Sie zu dem Entschluss kommen, dass das von Ihnen gefunden Tier Hilfe benötigt, können sie ihm Wasser anbieten. Sollte es nicht selbständig trinken, kann man Wasser mithilfe einer Pipette tröpfchenweise (am Rand des Mauls/Schnabels) anbieten. Bitte geben sie Wasser niemals direkt ein, es besteht Erstickungsgefahr!

 

Nahrung sollte nur nach Rücksprache mit fachkundigem Personal oder nach intensiver Recherche im Internet angeboten werden. Gerade bei Jungtieren kann falsche Nahrung lebensgefährlich sein. Gerne stehen wir ihnen beratend zur Seite!

 

Denken sie bei der Bergung eines Verletzten Tieres auch immer an ihre Eigensicherung und verwenden sie Handschuhe oder anderweitige Sicherungsmaßnahmen.

 

Achten sie beim Transport darauf, das Tier ausreichend warm zu halten, es jedoch nicht zu überhitzen. Transportieren sie ihren Findling niemals ungesichert im Auto. Sollten sie keine Tiertransportbox zur Verfügung haben, kann ein Karton mit Luftlöchern auch gute Dienste tun.

Wir brauchen Ihre Unterstützung

Ihre Spende an den OÖ Landestierschutzverein trägt aktiv dazu bei notleidende Tiere zu retten und gibt uns die Möglichkeit für eben diese ein sicheres und artgerechtes Zuhause zu suchen!